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    Hugenottenhaus in Ebersbach – Geschichte und Rettung eines besonderen Umgebindehauses

    Das sogenannte Hugenottenhaus in Ebersbach gehört zu den ältesten erhaltenen Umgebindehäusern der sächsischen Oberlausitz. Es wurde 1603 als zweigeschossiges Wohnhaus errichtet und ist ein besonderes Beispiel der regionalen Baugeschichte. Seine auffälligste Besonderheit ist das Kreuzstrebenfachwerk: Die kräftigen, gekreuzten Holzbalken prägen das Erscheinungsbild und unterscheiden das Gebäude von vielen anderen Umgebindehäusern der Region. Im Erdgeschoss befindet sich die traditionelle Blockstube, darüber das Fachwerkgeschoss. Das steile Reetdach unterstreicht den historischen Charakter des Hauses. Der Name „Hugenottenhaus“ ist im Volksmund Ebersbachs überliefert, ein historischer Zusammenhang mit den französischen Glaubensflüchtlingen, den Hugenotten, ist jedoch nicht belegt. Unabhängig davon bewahrt das Gebäude wichtige Zeugnisse der frühen Bau- und Siedlungsgeschichte am Oberlauf der Spree.‎‎
    Beschädigt, aufgegeben und vor dem Abriss bewahrt
    Im Laufe seiner Geschichte musste das Haus erhebliche Veränderungen und Schäden überstehen. Nach einem Hochwasser im Jahr 1830 wurde die Blockstube erneuert und Teile der tragenden Holzkonstruktion verändert.‎
    1982 machte ein schwerer Brand das Haus unbewohnbar. In den folgenden Jahren verfiel das Gebäude zunehmend. Zeitweise drohte sogar der Abriss. Engagierte Denkmalfreunde setzten sich jedoch für seinen Erhalt ein. Ab Ende der 1980er-Jahre wurden erste Sicherungsmaßnahmen eingeleitet, darunter Arbeiten am Fachwerk und am Dach. Eine dauerhafte Sanierung ließ noch viele Jahre auf sich warten.‎
    Ein Neuanfang ab 2017
    Mit dem neuen Eigentümer André Schmitt begann eine neue Phase für das Hugenottenhaus. Nach gründlichen Untersuchungen und der Sicherung der historischen Bausubstanz wurde das Gebäude mit großem Augenmerk auf seine ursprüngliche Bauweise und die überlieferten Details denkmalgerecht instand gesetzt.

    Dabei arbeiteten Fachleute aus Denkmalpflege, Forschung und traditionellem Handwerk zusammen. Historische Bauteile wurden, wo möglich, erhalten und wiederverwendet. Bei der Sanierung kamen traditionelle Baustoffe und handwerkliche Techniken zum Einsatz. Ziel war es, den Charakter des Hauses zu bewahren und zugleich wieder eine dauerhafte Nutzung zu ermöglichen. Die aufwendige Restaurierung machte aus einem lange gefährdeten Denkmal wieder ein bewohnbares Haus. Artikel Sächsische Zeitung: Wie das Hugenottenhaus saniert wird (2018)

    Deutscher Fachwerkpreis 2025 – 1. Preis
    Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte zeichnete das Hugenottenhaus 2025 in der Kategorie „Private Eigentümer“ mit dem ersten Preis aus. Gewürdigt wurden insbesondere die hohe handwerkliche Qualität, der sensible Umgang mit der historischen Bausubstanz und das große Engagement für den Erhalt der Umgebindebauweise. Zum Bericht der Sächsischen Zeitung
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    Das Hugenottenhaus von innen entdecken
    Das Gebäude ist ein privates Wohnhaus und kann nicht regulär von innen besichtigt werden. Ein virtueller Rundgang der Hochschule Zittau/­Görlitz ermöglicht dennoch einen Einblick in die Räume und die Besonderheiten des Hauses.‎
    Virtuellen Rundgang starten

    Hinweis für Besucher‎
    Bitte betrachten Sie das Gebäude ausschließlich von öffentlichen Wegen aus. Das Grundstück und der Garten sind nicht öffentlich zugänglich.
    Wir danken für die Rücksichtnahme auf die Privatsphäre des Eigentümers.
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